Aktuelles    Gästebuch    Anfahrt    Ortsplan    Dorf-Rundgänge    Webcams    Links    Desktop Hintergründe   
Unterkünfte

KontaktSitemapHome

Landwirtschaft

Im Oberen Allgäu gibt es noch viele landwirtschaftliche Betriebe. Durch die jahrhunderte alte, mühsame Bewirtschaftung der Bergbauern entstand unsere Kulturlandschaft, und wird auch heute noch durch die Arbeit der Landwirte erhalten.

Rund 70 verschiedene Kräuterarten sorgen für gesundes Futter für das Vieh. Die Kräuter geben der Milch, der Butter und dem Fleisch ihre hervorragenden Inhaltsstoffe und den unvergleichlichen Geschmack.


Franziska’s Referat über die Landwirtschaft im Allgäu

“Stellt Euch mal vor, wie es aussehen würde, wenn niemand die Wiesen und Felder mäht, es wäre alles gelb und braun. Wir hätten kein grünes Allgäu und uns und den Urlaubsgästen würde es hier nicht mehr gefallen.“

Der Name Landwirtschaft bedeutet: Das Land, bzw. die Felder bewirtschaften. Überall in Deutschland geschieht das unterschiedlich. Es kommt darauf an, wie das Klima und der Boden beschaffen ist. Entsprechend wird Getreide, Hopfen, Zuckerrüben, Wein, Kartoffeln und Obst angebaut. Im Allgäu ist der Sommer zu kurz, um Ackerbau zu betreiben. Deshalb gibt es bei uns die Milchwirtschaft. Auf dem Allgäuer Bauernhof werden verschiedene Tiere gehalten, z. B. Kühe, Hühner, Schafe, Schweine, Ziegen und manchmal auch Pferde.

Das häufigste Tier auf dem Bauernhof ist die Kuh. Vorwiegend wird im Allgäu das Braunvieh gehalten und das schon seit vielen hundert Jahren. Um ca. 1500 n. Chr. wurde in der Schweiz das erste Mal die Braunviehrasse in einer Chronik erwähnt. Das Braunvieh ist eine Zweinutzungsrasse. Es gibt uns Fleisch und Milch. Eine Kuh gibt am Tag durchschnittlich 20-30 Liter Milch, im Jahr 6000-7000 Liter. Groß ist sie ca. 140 cm und 250 cm lang. Eine ausgewachsene Kuh erreicht ungefähr 500-600 kg. Wir hatten einmal eine Kuh die Moni hieß, sie wurde 15 Jahre alt und brachte 12 Kälber zur Welt. Sie erreichte in ihrem Leben eine Milchleistung von 110 000 Liter Milch. Das Braunvieh hat eine sehr gute Muskulatur und kann sich deshalb in den Bergen und steilen Wiesen gut fortbewegen. Die Kuh hat auch eine Besonderheit: Im Gegensatz zu uns Menschen besitzt sie 4 Mägen. Sie heißen Blättermagen, Labmagen, Netzmagen und Pansen. Kühe werden als Wiederkäuer bezeichnet, weil sie das Futter während dem Verdauen nochmals durchkauen. Da die Kühe alle 1-1 ½ Jahre Nachwuchs bekommen, stehen auch Kälber und das Jungvieh im Stall. Jede Altersgruppe hat einen eigenen Namen:

0 – 1 Jahr  = Kalb
1 – 2 Jahre  = Kalbin
ab 2 Jahren  = Rind

Erst wenn das Rind gekalbt hat, wird es zur Kuh und erst jetzt gibt sie Milch. Als Futter bekommen die Kühe und das Jungvieh Heu (1. Schnitt getrocknet), Silage, das ist angetrocknetes Gras, welches im Fahrsilo oder Hochsilo 35 Tage gepresst und luftdicht gelagert wird. So kommt es zum Gären. Der 2. Schnitt wird Grummet genannt und auch getrocknet. Cops ist stark zerkleinertes Gras, das in der Trocknungsanlage getrocknet und gepresst wird. Am liebsten frisst das Vieh Kraftfutter, es besteht aus Getreide, Mais, Mineralien und Kalk. Schweine, Schafe, Hühner, Ziegen und Pferde werden manchmal als Hobby oder für den Eigenbedarf gehalten.

Die Arbeit der Bauern:
Der Bauer muss das ganze Jahr über morgens und abends in den Stall gehen, weil die Kühe gemolken werden müssen. Im Winter muss das Vieh gefüttert, geputzt und ausgemistet werden. Diese Arbeit dauert ca. 3-4 Stunden 2 mal am Tag. Da das Jungvieh über die Sommermonate auf der Alpe ist und auch die Kühe draußen das saftige Gras fressen können, ist im Stall weniger Arbeit. Nun hat der Bauer die Aufgabe das Futter für den nächsten Winter zu bevorraten. Bei der Heuernte muss das Gras gemäht und mehrmals gekreiselt werden, bis es dürr ist. Nun kann es mit dem Schwader zu einer Made zusammengerecht werden, damit der Ladewagen das Heu aufnehmen und in die Tenne einfahren kann. Dort wird das Heu in den Heustock geblasen und verbleibt dort, bis zum nächsten Winter. Die Wiesen werden über den Sommer 3-4 mal gemäht. Auch das Zäunen gehört zur täglichen Arbeit des Bauern, weil die Kühe jeden Tag eine neue Wiesenfläche bekommen.

Der Nutzen der Landwirtschaft:
Die Landwirtschaft ist für uns alle wichtig, weil wir wertvolle Nahrungsmittel daraus bekommen, z. B. Fleisch, Wurst und Milch, aus der viele Milchprodukte hergestellt werden können z. B. Quark, Butter, Jogurt, Sahne, Käse und vieles mehr.


Aktuelles
Im Januar 2012 hatte Peter M. Roese seinen Roman “Allgäu Sixties”... [mehr]
 
Bergwelten – fotografiert und kettengesägt [mehr]
 
Am Samstag, dem 25. Februar 2012, Start 12.30 Uhr [mehr]
 

Aktuelle Wetterlage
18.05.2012


Meist bewölkt
14°C
Sonnenaufg. 05:36:00
Sonnenunterg. 20:53:00

Wettervorhersage

Suche